Saisonverlauf 2. Damen
Wir hatten uns vor der Saison schon deutlich das Ziel gesetzt aufzusteigen.
Wir wussten aber, dass es schwer wird, vor allem weil die Gruppe sehr stark war.
Rückwirkend, wenn ich auf die Spiele schaue, gab es eigentlich nur ein einziges Spiel was ein Rückschlag war, ansonsten waren unsere Spiele teils sehr dominant oder es waren sehr enge Spiele, bei denen wir aber immer das bessere Ende finden konnten. Wichtig zu erwähnen ist unsere defensive Stabilität, das alte Sprichwort „Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Meisterschaften“ passt perfekt zu uns und so konnten wir immer aus der besten Verteidigung der Liga, mit den wenigsten Gegentreffern heraus die Spiele souverän bestreiten. Dazu kommt mMn die mit Abstand beste Torhüterin der Liga mit Jula Wiemers die uns immer wieder im Spiel gehalten hat. Das Hinspiel gegen Oberhausen (4-3 verloren), war so bitter für uns alle, aber wir haben daraus auch eine Menge gelernt. Einen kühlen Kopf bewahren, nicht provozieren lassen, Zeitmanagement vor den Viertelpausen ..all das konnten wir in den Spielen danach verbessern und uns immer wieder in die Köpfe rufen.
Ein anderer, entscheidender Faktor ist unsere starke Eckenquote auf die wir uns immer wieder verlassen konnten.
Bis zum 7. Spieltag gab es 4 Teams die um den Aufstieg mitspielen. Und wir konnten sie nach und nach alle aus dem Rennen kicken. Die Ergebnisse zeigen wie knapp es war aber somit auch die Willensleistung in diesen Spielen
7. Spieltag Moers: 2-3 gewonnen
8. Spieltag Kupferdreh: 3-2 gewonnen
9.Spieltag Oberhausen: 4-3 gewonnen.
Das Team hat sich von Woche zu Woche immer weiter entwickelt, ist als Mannschaft gewachsen, taktisch und mental gewachsen und absolut verdient aufgestiegen.


Ich persönlich bin total stolz auf dieses Team. Wir schauen nie nach Ausreden, suchen nie Fehler sondern pushen uns einfach immer weiter über das Limit. Nach 14 Jahren beim VfB Hüls, war ein Wechsel nicht leicht für mich. Ich war nicht sicher wie man mich und meine Ideen vom Hockey aufnehmen wird. Eine gewisse Skepsis vor „dem Neuen“ ist vollkommen normal, aber ich konnte sehr schnell Warmherzigkeit, Offenheit und Vertrauen spüren, sodass ich nun nach 5 Monaten und meiner ersten Saison aber ganz ehrlich sagen kann, dass ich es nicht einen einzigen Tag lang bereut habe, diesen Schritt gegangen zu sein. Ich werde auch nicht müde die Leistung der 3. Damen zu loben, die zwar punktlos sind, aber sich ebenfalls taktisch und spielerisch massiv weiterentwickelt haben.
Nächsten Monat sind wir ja alle gemeinsam auf dem Platz und werden dann um den Klassenerhalt kämpfen müssen. So wie ich die Truppe aber erlebe, mache ich mir keinerlei Sorgen und sage jetzt schon: Wir verlieren nicht ein einiges Spiel mehr in der Feld-Rückrunde.